Mo–Sa 09:00–17:00 · Vilasacra, AP-7 Ausfahrt 4

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Reisen · 8 Min. Lesezeit

Mit dem Wohnwagen nach Spanien:
Route, Maut und Tempolimits im Überblick

Mit dem Wohnwagen nach Spanien: übliche Routen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Maut, Vignetten, Tempolimits für Gespanne und eine Alternative.

Kerrie Fitzgerald-RolleStellplätze und Buchungen ·
Punt-Pick-up auf einem sandigen Campingplatz unter Pinien
Auf dieser Seite
  1. Die üblichen Routen
  2. Maut und Vignetten
  3. Tempolimits für Gespanne
  4. Weitere Punkte für die Reise
  5. Die Alternative: Wohnwagen gleich in Spanien lassen

Wer mit dem Wohnwagen nach Spanien an die Costa Brava fährt, hat aus dem deutschsprachigen Raum eine lange Etappe vor sich, je nach Startort meist zwei Tage mit Übernachtung. Mit guter Planung ist sie aber gut machbar. Hier finden Sie die üblichen Routen, die wichtigsten Regeln für Gespanne unterwegs und am Ende eine Alternative, bei der Sie den Wohnwagen gar nicht mehr über die Alpen oder durch Frankreich ziehen müssen.

Ein wichtiger Hinweis vorab: Maut, Vignetten und Tempolimits ändern sich und hängen teilweise vom Gewicht Ihres Gespanns ab. Prüfen Sie die aktuellen Regeln vor jeder Reise bei den offiziellen Stellen der Transitländer oder bei Ihrem Automobilclub.

Die üblichen Routen

Aus Deutschland: durch Frankreich

Die meisten Gespanne aus Deutschland fahren über den Rhein nach Frankreich und dann das Rhônetal hinunter. Aus dem Westen und Norden geht es typischerweise über Saarbrücken, Metz und Nancy, aus dem Südwesten über Freiburg und Mulhouse. Ab Lyon folgen Sie der A7 Richtung Süden, ab Orange der A9 über Montpellier, Narbonne und Perpignan bis zur Grenze bei Le Perthus und La Jonquera. Ab der Grenze sind es auf der AP-7 noch etwa 40 Minuten bis zu uns, Ausfahrt 4 bei Figueres.

Aus der Schweiz: über Genf oder Basel

Aus der Schweiz führt der Weg meist über Genf und weiter Richtung Lyon oder über Basel in das Rhônetal. Ab Lyon ist die Route dieselbe wie oben.

Aus Österreich: über die Schweiz oder Norditalien

Aus Österreich gibt es zwei gängige Varianten. Entweder durch die Schweiz und weiter nach Frankreich oder über Norditalien, an der ligurischen Küste entlang und über die französische Riviera nach Westen. Die Küstenroute ist landschaftlich reizvoll, aber mit vielen Tunneln, Steigungen und Baustellen anstrengend mit Anhänger.

Maut und Vignetten

Frankreich: Die meisten Autobahnen sind mautpflichtig. Gespanne werden dabei in einer höheren Fahrzeugklasse abgerechnet als ein Pkw allein, entsprechend mehr zahlen Sie. Mautfrei sind die Nationalstraßen, die aber mit Wohnwagen deutlich mehr Zeit kosten.

Schweiz: Für die Autobahnen brauchen Sie eine Vignette. Beachten Sie, dass für einen Anhänger, also auch für den Wohnwagen, eine eigene Vignette nötig ist.

Österreich: Auf Autobahnen und Schnellstraßen gilt die Vignettenpflicht. Einzelne Strecken wie Tunnel oder Passstraßen kosten zusätzlich Streckenmaut.

Italien: Auf den meisten Autobahnen zahlen Sie streckenabhängige Maut.

Spanien: Gute Nachricht für die letzte Etappe. Die Maut auf der AP-7 in Katalonien wurde zum 1. September 2021 abgeschafft. Von der französischen Grenze bis zu uns fahren Sie also ohne Mautstation.

Konkrete Preise nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich regelmäßig ändern. Die aktuellen Tarife finden Sie bei den Autobahnbetreibern.

Tempolimits für Gespanne

Bei der Geschwindigkeit in Spanien gilt für ein Auto mit Wohnwagen auf Autobahnen und Schnellstraßen höchstens 80 km/h, auf allen anderen Straßen 70 km/h. Das ist für viele deutsche Fahrer ungewohnt, die mit Tempo-100-Zulassung unterwegs sind. Die deutsche Tempo-100-Regelung gilt nur in Deutschland.

In Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien gelten wieder eigene Grenzen, die teils vom zulässigen Gesamtgewicht des Gespanns abhängen. Informieren Sie sich vor der Reise über die Werte in jedem Transitland.

Weitere Punkte für die Reise

  • Umweltzonen in Frankreich: Mehrere französische Städte haben Umweltzonen, für die eine Crit’Air-Plakette nötig sein kann. Auf der Durchfahrt über die Autobahn sind Sie davon meist nicht betroffen, wohl aber, wenn Sie in eine Stadt fahren. Prüfen Sie Ihre Route vorab.
  • Überstehende Ladung in Spanien: Ragt etwa ein Fahrradträger über das Fahrzeugende hinaus, verlangt Spanien eine rot-weiß gestreifte Warntafel. Fragen Sie Ihren Automobilclub nach den genauen Vorgaben.
  • Außenspiegel: Ist Ihr Wohnwagen breiter als das Zugfahrzeug, brauchen Sie Zusatzspiegel für ausreichende Sicht nach hinten. In vielen Ländern ist das ausdrücklich vorgeschrieben.
  • Pausen: Planen Sie mit Anhänger realistisch. Zwei entspannte Fahrtage sind meist sicherer als ein Gewaltritt.
  • Technik-Check vor der Abfahrt: Reifendruck, Reifenalter, Beleuchtung, Bremse, Kupplung und Stützlast prüfen. Mehr dazu in unserer Wartungscheckliste.

Die Alternative: Wohnwagen gleich in Spanien lassen

Wer jedes Jahr an die Costa Brava fährt, stellt sich irgendwann die Frage, ob der Wohnwagen die lange Strecke überhaupt jedes Mal mitfahren muss. Eine Möglichkeit: Er bleibt dauerhaft vor Ort.

So funktioniert es bei uns:

  1. Sie bringen den Wohnwagen einmal nach Vilasacra, zwei Minuten von der AP-7-Ausfahrt 4.
  2. Er steht auf einem eingezäunten, videoüberwachten Gelände, wahlweise draußen, überdacht oder in der Halle.
  3. Zum Urlaub reisen Sie mit dem Auto ohne Anhänger an, also schneller und ohne die Einschränkungen für Gespanne. Oder Sie fliegen nach Girona, der Flughafen liegt etwa 45 Minuten von uns entfernt.
  4. Wir bringen den Wohnwagen auf Ihren Campingplatz und holen ihn nach dem Urlaub wieder ab.

Die Transportpreise pro Fahrt, inklusive MwSt.:

  • Zone 1 – 56,65 €: Camping Laguna, Camping Rubina, Camping Mas Nou
  • Zone 2 – 59,95 €: Camping Nautic Almata, Camping Senia Riu, Camping La Gaviota, Camping L’Amfora, Camping Aquarius
  • Zone 3 – 63,25 €: Camping Las Dunas, Camping La Ballena Alegre, Camping Salatà

Bitte buchen Sie den Transport sieben bis vierzehn Tage im Voraus. Details auf der Seite Transportdienste, was der Stellplatz selbst kostet, zeigt unsere Seite Lagerpreise. Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag Wohnwagen unterstellen: Kosten.

Sie möchten Ihren Wohnwagen in Spanien lassen? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Lars spricht Deutsch und hilft Ihnen bei der Planung.

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